IS(S) MIR 
EGAL!

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Victoria Palm

Unter dem Titel „Is(s) mir egal“ wir in einer Studie der Löffel aus zwei Aspekten betrachtet: als „praktisches Gerät“ und „was damit gegessen wird“. Sechs unterschiedliche Löffel charakterisieren jeweils ein Sprichwort. Mit jedem wird allgemeins eine bestimmte Handlung oder Person beschrieben. Eben jene Eigenschaft wird nun auf den Löffel übertragen und personifiziert ihn. Sie alle brechen das vertraute Bild auf und stellen es in Frage.

1. „Das Haar in der Suppe finden“ / Silberlöffel und Wildschweinfell / Hommagé an Meret Oppenheim“
2. „Das Fass zum überlaufen bringen“ / 3D gedruckt, lackiert (angedacht in Porzellan)
3. „Die Weisheit mit Löffeln gegessen“ / Edelstahl gelasert
4. „Der Erbsenzähler“ / Silber geschmiedet und vergoldet
5. „weit hergeholt“ / Silber geschmiedet

Der Löffel ist in der heutingen Kultur ein Objekt geringerer Wertschätzung. Dabei ist er einer der ältesten Besteckvarianten und vielseitig in seiner Anwendung. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich eine gängige Form abgezeichnet die als heutiger Löffel angesehen wird. In täglicher Benutzung soll er keinerlei Aufmerksamkeit errregen, sondern einfach nur funktionieren, um bequem essen zu können. Wie viel und was zu sich genommen wird, hat häufig nicht mehr Wertschätzung als der Löffel an sich. Was passiert, wenn man dieses allgegenwärtige Objekt unserer Esskultur verändert?